Erwachsenentaufe und spätere Konfirmation
Evangelisch sein - Mitglied werden
Evangelisch – das bedeutet, Teil einer weltumspannenden Gemeinschaft zu sein. Über eine Milliarde evangelische Christen sind in Gemeinden und Kirchen auf der ganzen Welt miteinander im Glauben verbunden.
Evangelisch weltweit
Weltweit stärken Bündnisse das Miteinander. Der Lutherische Weltbund, dem die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und 144 lutherischen Kirchen in 98 Ländern angehören, leistet Unterstützung und Nothilfe in Entwicklungsländern und in kleinen Diasporakirchen, die nur über spärliche finanzielle Mittel verfügen.
Deutsche Gemeinden sammeln Kollekten für Hilfsprojekte und schließen Partnerschaften mit ausländischen Kirchen. Bei gegenseitigen Gemeindebesuchen oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Missionsdienst erfahren Mitglieder, wie gleich und anders man evangelisch sein kann.
Mitglieder des LWB
Evangelisch vor Ort
Doch in aller Welt gilt gleichermaßen: Das Zentrum evangelischen Lebens ist die Ortsgemeinde. Sie lebt von den Menschen, die sich dort begegnen und die sie prägen und gestalten. Auch diese Gemeinschaft des Glaubens bringt Vielfalt hervor: vom Gottesdienst bis zum Gesprächskreis; von der Krabbelgruppe bis zum Seniorenkaffee. Eine vielfältige Gemeinschaft der Generationen und Persönlichkeiten, wo jeder Einzelne seinen Platz und etwas Heimat finden soll.
Taufe
Die Taufe begründet die Mitgliedschaft in der Kirche. Sie ist in jedem Alter möglich, wird aber in der evangelischen Kirche im Beisein von Eltern und Paten meist an Säuglingen vollzogen, weil das Neugeborene und sein geschenktes Leben schon früh unter Gottes Schutz gestellt werden soll.
Was ist die Taufe?
Die Taufe ist das erste große Ereignis in einem Leben als Christ. Die Eltern vertrauen ihr Kind dem Geleit Gottes an und bitten um seine Zuwendung. In der Erwachsenentaufe bekennt der Täufling selbst seinen christlichen Glauben. Folge der Taufhandlung ist die Aufnahme des Getauften in die Gemeinde und die weltweite Kirche.
Die Taufe ist ein Sakrament, d.h. das Ritual und seine Deutung wurde von Jesus Christus selbst eingesetzt. Er gab seinen Jüngern den Auftrag: „Gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Mt 28)
In der heutigen Form geschieht die Taufe im Gottesdienst der Gemeinde. Die Pfarrerin oder der Pfarrer begießt über dem Taufbecken den Kopf des Täuflings dreimal mit Wasser und tauft ihn im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.
Die Taufe gilt ein Leben lang und wird von vielen christlichen Konfessionen anerkannt.
Wer kann sich taufen lassen?
Kinder: Sie werden auf Wunsch der Eltern getauft. Mindestens ein Elternteil sollte Mitglied der evangelischen Kirche sein. Mit der Taufe verpflichten sich Eltern und Paten zur Erziehung des Kindes im christlichen Glauben.
Jugendliche: Wenn Jugendliche etwa den Konfirmandenunterricht besuchen, aber nicht getauft sind, werden sie vor der Konfirmation getauft.
Erwachsene: Vor der Erwachsenentaufe soll der Taufbewerber einen Glaubenskurs besuchen, um sich über den Glauben und die Kirche zu informieren. Viele Kirchgemeinden bieten solch einen Kurs an, ggf. kann man sich auch an die Nachbarkirchgemeinde wenden.